Girokonto beantragen

Ein Girokonto braucht man spätestens dann, wenn man seine erste Arbeitsstelle annimmt. Der Arbeitgeber benötigt schließlich eine Bankverbindung, um die Gehaltszahlungen zu überweisen. Aber auch Sozialleistungen werden in der Regel nicht bar, sondern durch Überweisung auf ein Girokonto ausgezahlt. Weiterhin wird es benötigt, um Rechnungen per Überweisung oder Lastschrift zu bezahlen. Da viele Unternehmen, z.B. Handyprovider, die Zahlung per Lastschrift vorschreiben bzw. Zusatzgebühren für Überweisungen berechnen, ist daher ein Giro Konto unentbehrlich.

Die Gebühren für Girokonten reichen von 0 bis ca. 7 Euro monatlich. Kostenlose Girokonten sind meist an einen monatlichen Geldeingang gebunden. Dies können Gehaltszahlungen sein, aber auch Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit. Eine Maestro-Card für Bargeldabhebungen und zum bargeldlosen Bezahlen ist meist ebenfalls kostenlos bzw. bereits in der Kontoführungsgebühr enthalten. Eine Kreditkarte zum weltweiten bargeldlosen Bezahlen gibt es bei vielen Banken ebenfalls kostenlos, bei einigen Banken kostet sie jedoch ca. 20 Euro jährlich in der Standard-Ausführung.

Wer ein Girokonto bei einer Filialbank eröffnen möchte, kann dies direkt in der Filiale erledigen. Dabei muss der Bank der Personalausweis vorgelegt werden. Wer einen Dispositionskredit zu seinem Girokonto beantragen möchte, bringt am besten gleich seine letzten Gehaltsabrechnungen mit, damit dies schon bei der Kontoeröffnung berücksichtigt werden kann. Bei Direktbanken erfolgt die Kontoeröffnung dagegen auf postalischem Wege. Auch hier ist eine Legitimationsprüfung erforderlich. Zur Durchführung wird hier üblicherweise das Postident-Verfahren genutzt, bei dem man in einer Postfiliale seinen Personalausweis vorlegen muss. Der Postmitarbeiter bestätigt dann die Identität über ein Formular, das zusammen mit den Kontoeröffnungsunterlagen an die Bank geschickt wird. Auch hier ist es empfehlenswert, bei einem gewünschten Dispokredit Kopien der letzten Gehaltsabrechnungen beizulegen. Sowohl bei Direkt- als auch bei Filialbanken vergehen einige Tage, bis das Girokonto in vollem Umfang genutzt werden kann. Alle Unterlagen und Karten werden mit der Post verschickt, wobei die Briefe aus Sicherheitsgründen zeitversetzt auf den Postweg gehen.

Ein Girokonto bei einer Filialbank bietet den Vorteil, dass auch Überweisungsvordrucke abgegeben werden können. Zudem können Überweisungen auch an einem SB-Terminal in der Filiale vorgenommen werden, was bei einer Störung des Internetzugangs sehr vorteilhaft ist. Ein weiterer Vorteil von Filialbanken ist die Möglichkeit der Bareinzahlung am Schalter oder am Einzahlungsautomaten. Aber auch ein Girokonto bei einer Direktbank hat seine Vorteile. So muss sich der Kunde z.B. nicht darum kümmern, regelmäßig seine Kontoauszüge am Auszugsdrucker abzuholen, sondern bekommt sie regelmäßig kostenlos zugeschickt. Weiterhin sind die Konditionen bei Direktbanken oft besser als die der Filialbanken. Das betrifft nicht nur die Höhe der Gebühren, sondern auch die Haben- und Sollzinssätze sowie die Kosten für die Nutzung der Kreditkarte.